Erzählcafé

Wie Lorenz Naegeli zu den Frontex-Akten kam

Der Journalist forderte viel Material zur Frontex-Zusammenarbeit. Der Zugang zu politisch brisanten Akten ist nicht einfach – aber möglich.

Das Recherchekollektiv WAV erhielt schliesslich über 1000 Seiten interner Dokumente zur Schweizer Beteiligung an Frontex – nach jahrelangen, zähen Verhandlungen mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Den mehrjährigen Prozess führte er im Austausch mit Nichtregierungsorganisationen und unterstützt von einem Anwalt. Der Fall zeigt exemplarisch, was es dafür braucht: Ausdauer, Verhandlungsgeschick – und einen langen Atem. Die ausgewerteten Papiere gewähren tiefe Einblicke in die Schweizer Rolle im Frontex-System: Schweizer Einsatzkräfte stehen an EU-Aussengrenzen im Einsatz – auch dort, wo systematisch Menschenrechte verletzt werden.

Moderation: Marguerite Meyer



Das Gespräch ist auch als Podcast verfügbar: