{"id":8413,"date":"2017-11-15T19:08:34","date_gmt":"2017-11-15T18:08:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=8413"},"modified":"2017-11-15T21:33:17","modified_gmt":"2017-11-15T20:33:17","slug":"walliser-verwaltung-zu-transparenz-verdonnert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2017\/11\/walliser-verwaltung-zu-transparenz-verdonnert\/","title":{"rendered":"Walliser Verwaltung verliert gegen seinen Beauftragten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_8414\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8414 size-full\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2017\/11\/fanti.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"309\" \/> S\u00e9bastien Fanti: Der Walliser \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte legte sich mit der Verwaltung an und erk\u00e4mpfte vor Gericht Transparenz. (Foto: Keystone\/Olivier Maire)<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em><strong> Lange weigerte sich die Walliser Kantonsverwaltung, einem Bericht zur Quecksilberverschmutzung durch die Lonza Chemie offenzulegen. Jetzt wird sie gerichtlich dazu gezwungen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Walliser Staatsrat Jacques Melly blieb standhaft. Einen Untersuchungsbericht zu Quecksilber-Altlasten im Grosswasser-Kanal hielt er <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2017\/09\/walliser-regierung-sperrt-quecksilber-bericht-weg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">konsequent unter Verschluss.<\/a> Doch S\u00e9bastien Fanti, der Walliser Datenschutzbeauftragte, liess sich g\u00e4ngeln. Er hat die Publikation jetzt via Kantonsgericht erzwungen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Den Ball ins Rollen gebracht hatte eine Recherche des Westschweizer Fernsehens RTS. Eine Journalistin wollte 2014 Einsicht in ein Dokument haben, in dem die historische Fakten zum Umwelt-Debakel aufbereitet worden waren. Doch das Zugangsgesuch lehnte das Walliser Umweltamt strikte ab. Als der Walliser \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte Fanti deshalb bei der Verwaltungsstelle vorstellig wurde, sei ihm ein Maulkorb verpasst worden, sagt Fanti. Schliesslich wandte er sich ans Kantonsgericht, um eine Publikation zu erzwingen.<\/p>\n<p>Es sei unglaublich, dass der Staatsrat diesen Bericht unter Verschluss halten wolle, obwohl es darin um wichtige Umweltaspekte zu den Verschmutzungen gehe. \u00abDie Leute m\u00fcssen informiert werden\u00bb, wetterte\u00a0Fanti\u00a0im Walliser Boten.<\/p>\n<p>Staatsrat Melly konterte dort, das verlangte Dokument sei veraltet. Es werde nur deshalb unter Verschluss gehalten, \u00a0weil darin auch Aspekte aufgelistet seien, die auf die Verantwortlichen der Verschmutzung hindeuten w\u00fcrden. Eine juristische Analyse habe gezeigt, dass eine Ver\u00f6ffentlichung die Kl\u00e4rung der Verantwortlichkeiten verkomplizieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Der Kanton Wallis muss das umstrittene Dokument nun aber freigeben. Das Kantonsgericht hat die Beschwerde von Fanti gutgeheissen. Laut einer Mitteilung Fantis, muss das Dokument dem Westschweizer Fernsehen samt Anh\u00e4ngen innert Monatsfrist zug\u00e4nglich gemacht werden. Der Kantons hat jetzt noch die M\u00f6glichkeit, den Fall ans Bundesgericht weiterzuziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Von Martin Stoll. Lange weigerte sich die Walliser Kantonsverwaltung, einem Bericht zur Quecksilberverschmutzung durch die Lonza Chemie offenzulegen. Jetzt wird sie gerichtlich dazu gezwungen.\u00a0 Der Walliser Staatsrat Jacques Melly blieb standhaft. Einen Untersuchungsbericht zu Quecksilber-Altlasten im Grosswasser-Kanal hielt er konsequent unter Verschluss. 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