{"id":3468,"date":"2013-03-21T21:08:59","date_gmt":"2013-03-21T20:08:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=3468"},"modified":"2020-05-04T09:17:04","modified_gmt":"2020-05-04T08:17:04","slug":"bundesrat-will-eine-transparente-finanzkontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2013\/03\/bundesrat-will-eine-transparente-finanzkontrolle\/","title":{"rendered":"Der Bundesrat will eine transparente Finanzkontrolle"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3485\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 272px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3485\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2013\/03\/efk.jpg\" alt=\"\" width=\"262\" height=\"316\" \/> Weniger schwarz und geringere Geb\u00fchren: EFK-Direktor Kurt Gr\u00fcter verspricht Transparenz (Foto:Keystone)<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em> <strong>Die Eidgen\u00f6ssische Finanzkontrolle (EFK) wird vom Bundesrat zur Transparenz verpflichtet. Diese will jetzt \u00abweniger einschw\u00e4rzen, wirklich nur, was zwingend notwendig ist.\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>2011 hatte die EFK verlangt, vom \u00d6ffentlichkeitsgesetz ausgenommen zu werden, nachdem sie Medienschaffenden Berichte zug\u00e4nglich machen musste, die teils gravierende Missst\u00e4nde in der Verwaltung dokumentierten. Es ging um Reporte\u00a0\u00fcber das Chaos bei der Immobilienbewirtschaftung der Armee oder zur irregul\u00e4ren Beschaffungspraxis der Generalsekretariate.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Weil das Transparenzgesetz die Eintracht zwischen den Pr\u00fcfern und den Gepr\u00fcften stark st\u00f6re und die Gesuche um Einsicht in amtliche Dokumente \u00abnicht nur f\u00fcr die EFK sondern auch f\u00fcr die Gepr\u00fcften arbeitsintensiv war\u00bb, verlangte EFK-Direktor Kurt Gr\u00fcter Sonderrechte. Er wurde bei der Finanzdelegation (FinDel) des Parlaments vorstellig. Die FinDel ist Hauptabnehmerin der EFK-Pr\u00fcfberichte. Die Parlamentarier f\u00fcr das Anliegen Gr\u00fcters dann auch ein offenes Ohr. \u00abDie Finanzkontrolle ist darauf angewiesen, dass sie einen sehr offenen Zugang zu den Wissenstr\u00e4gern in den \u00c4mtern hat\u00bb, argumentierte der damalige FinDel-Pr\u00e4sident Arthur Loepfe (CVP\/AI).<\/p>\n<p>Doch das Justizdepartement erteilte der Finanzkontrolle <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/08\/keine-sonderrechte-fur-die-finanzkontrolleure\/\">eine deutliche Abfuhr<\/a>. In einem Gutachten, welches vom Parlament bis heute <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/09\/finanzpolitiker-wollen-keine-transparenz-uber-transparenz\/\">unter Verschluss gehalten<\/a> wird, hielt das Bundesamtes f\u00fcr Justiz fest, das \u00d6ffentlichkeitsgesetz erschwere die Arbeit der EFK nicht unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Auch der Gesamtbundesrat diese Haltung inzwischen best\u00e4tigt, wie der \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte Hanspeter Th\u00fcr gegen\u00fcber Radio SRF best\u00e4tigte. In einem Schreiben an die Finanzdelegation h\u00e4lt die Landesregierung fest, dass eine Ausnahme f\u00fcr die Finanzkontrolle \u00abungerechtfertigt\u00bb sei. Die Berichte der Finanzkontrolle seien wesentliche Unterlagen zur Beurteilung der Verwaltungst\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Jetzt geben sich die Finanzkontrolleure gel\u00e4utert. Sie wollen \u00a0Gesuche um Einsicht grossz\u00fcgiger behandeln, wie deren stellvertretender Direktor Armin Vuillemin gegen\u00fcber Radio SRF sagte. \u00abWir haben beschlossen, dass wir weniger einschw\u00e4rzen, wirklich nur, was zwingend notwendig ist.\u00bb<\/p>\n<p>Auch bei der Verrechnung von Geb\u00fchren soll Zur\u00fcckhaltung ge\u00fcbt werden. In der Vergangenheit versuchte die EFK Transparenz mit \u00fcberrissenen Geb\u00fchrenforderzungen zu verhindern. F\u00fcr einen Bericht zur Elektronischen Kriegsf\u00fchrung des VBS hatte sie 8000 bis 10000 Franken Geb\u00fchren verlangt und <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2012\/12\/exzessive-gebuhren-mit-abschreckender-wirkung\/\">wurde vom \u00d6ffentlichkeitsbeauftragten deshalb ger\u00fcffelt.<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Die Finanzkontrolle ist nicht die einzige Verwaltungsstelle, die sich vom \u00d6ffentlichkeitsgesetz verabschieden wollte. Th\u00fcr best\u00e4tigt gegen\u00fcber Radio SRF: \u00abEs gibt verschiedene \u00c4mter, die inzwischen die Auffassung vertreten, dass in ihren spezifischen F\u00e4llen das \u00d6ffentlichkeitsgesetz nicht zur Anwendung kommen soll.\u00bb Bekannt ist, dass der sich der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2013\/03\/der-nachrichtendienst-will-die-schotten-dicht-machen\/#more-3425\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">weitgehend vom \u00d6ffentlichkeitsgesetz dispensieren lassen m\u00f6chte.<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll. Die Eidgen\u00f6ssische Finanzkontrolle (EFK) wird vom Bundesrat zur Transparenz verpflichtet. 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