{"id":2432,"date":"2012-01-20T15:10:45","date_gmt":"2012-01-20T14:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=2432"},"modified":"2012-02-03T22:29:33","modified_gmt":"2012-02-03T21:29:33","slug":"jetzt-ist-opendata-ch-offiziell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2012\/01\/jetzt-ist-opendata-ch-offiziell\/","title":{"rendered":"Opendata.ch ist jetzt offiziell"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2437\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 590px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2437 \" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2012\/01\/Schweiz2-21.jpg\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"363\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Ein Think Tank aus Informatikern, Grafikern und Medienschaffenden verlangt Zugang zu Beh\u00f6rdendaten. (Bild: Der untenstehende Text in einer Tagwolke)<\/p><\/div>\n<p><em>Von Barnaby Skinner.<\/em> <strong>Was als Initiative von ch\/open und der Schweizer Informatik Gesellschaft vor etwas mehr als einem Jahren begann, hat jetzt einen offiziellen Mantel: An der Berner Fachhochschule wurde der Verein Opendata.ch gegr\u00fcndet, der eine weit gehende Auslegung des \u00d6ffentlichkeitsgesetzes fordert.<\/strong><\/p>\n<p>In den USA oder England gehen Verwaltungen immer freiz\u00fcgiger mit ihren Daten um. Sie stellen Rohdaten zum Verkehrsaufkommen oder Kriminalstatistiken auf Webseiten wie <a href=\"http:\/\/data.gov.uk\" target=\"_blank\">data.gov.uk<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.data.gov\" target=\"_blank\">data.gov<\/a> zur Verf\u00fcgung. Jeder kann sich bedienen. Und viele greifen zu. Software-Ingenieure und Medien t\u00fcfteln mit diesen Daten an Applikationen f\u00fcr Webbrowser, Handys, Tablets. Gerade f\u00fcr Journalisten bergen maschinenlesbare Daten neue M\u00f6glichkeiten, Geschichten zu erz\u00e4hlen und Recherchen zu pr\u00e4sentieren. So kann heute zum Beispiel jeder Engl\u00e4nder <a href=\"http:\/\/www.ukcrimestats.com\/\">abrufen<\/a>, wie kriminell seine Wohngegend ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Hinter der Ver\u00f6ffentlichung von Rohdaten stehen auch etliche Fragezeichen: Die allergr\u00f6sste beh\u00f6rdliche Angst besteht darin, dass wertvolle Daten von Dritten \u00abfalsch\u00bb interpretiert werden. Zudem ist umstritten, ob die \u00d6ffnung von Datenbest\u00e4nden tats\u00e4chlich einen wirtschaftlichen Wert hat, wie in England oder den USA behauptet wird. Allein f\u00fcr den europ\u00e4ischen Raum gehen optimistische \u00d6konomen von einer wirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung von 160 Milliarden Franken aus. Pessimisten sehen dagegen einen wirtschaftlichen Schaden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.opendata.ch\" target=\"_blank\">Opendata.ch<\/a> setzt sich f\u00fcr den offenen Zugang zu Daten und deren freie Wiederverwendung ein. Die F\u00f6rderung von \u00abOpen Data\u00bb erstrecken sich auf Beh\u00f6rdendaten, Daten des \u00f6ffentlichen Sektors und wissenschaftliche Daten, soweit deren Zugang nicht aus Gr\u00fcnden des Datenschutzes eingeschr\u00e4nkt sind. Der Verein erkennt allerdings, dass die Publikation gr\u00f6ssere Datenbest\u00e4nde Fragen aufwirft, wie zum Beispiel nach dem geistigen Eigentum. Diese und weitere Fragen nimmt sich der Verein an und hat dazu ein <a href=\"http:\/\/opendata.ch\/manifest\">Manifest <\/a>ver\u00f6ffentlicht. Eine zus\u00e4tzliche Grundlage bildet die erste Open Government Data Studie der Schweiz. Sie wird von der Berner Fachhochschule mit der Z\u00fcrcher Firma Itopia AG und anderen Projektpartnern von November 2011 bis Juni 2012 umgesetzt und von der Gebert R\u00fcf Stiftung finanziert.<\/p>\n<p>Jede Privatperson und jede juristische Person kann Mitglied von Opendata.ch werden. Und wie jeder Verein hat er einen Vorstand. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: Andr\u00e9 Golliez (Pr\u00e4sident), Hannes Gassert (Vizepr\u00e4sident), Barnaby Skinner (Kassier), Andreas Amsler (Community &amp; Kommunikation DE), Christian Laux (Recht), Antoine Logean (Community &amp; Kommunikation FR), Giorgio Pauletto (Romandie), Matthias St\u00fcrmer (Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit). .<\/p>\n<p>Und was hat Opendata.ch mit \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch zu tun? Bei letzterer geht es um eine konsequente Umsetzung des \u00d6ffentlichkeitsgesetzes, damit Journalisten zu Informationen kommen. Opendata.ch hingegen will Beh\u00f6rden und Verwaltungen dazu\u00a0bringen, maschinenlesbare Informationen von sich aus elektronisch zug\u00e4nglich zu machen. Wenn man so will, geht es also um eine aggressive Auslegung des \u00d6ffentlichkeitsgesetzes.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Opendata.ch soll m\u00f6glichst breit aufgestellt sein und eine Community von Ideengebern, Designern und Entwicklern initiieren, die sich im Bereich von Opendata.ch engagieren. Der Verein Opendata.ch organisiert deshalb dieses Jahr entsprechende Anl\u00e4sse:<\/p>\n<h3>Make.opendata.ch-Hackday<\/h3>\n<p>30.\/31. M\u00e4rz 2012 zum Thema Mobilit\u00e4t in Z\u00fcrich und Genf<\/p>\n<p>Weiterer Hackday im Herbst 2012 voraussichtlich zum Thema Gesundheit<\/p>\n<h3>\u00abOpendata.ch 2012\u00bb-Konferenz<\/h3>\n<p>28. Juni 2012 in Z\u00fcrich (mit Unterst\u00fctzung der Stadtverwaltung). Hier werden die Ergebnisse der Open-Data-Studie-Schweiz pr\u00e4sentiert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Barnaby Skinner. Was als Initiative von ch\/open und der Schweizer Informatik Gesellschaft vor etwas mehr als einem Jahren begann, hat jetzt einen offiziellen Mantel: An der Berner Fachhochschule wurde der Verein Opendata.ch gegr\u00fcndet, der eine weit gehende Auslegung des \u00d6ffentlichkeitsgesetzes fordert. In den USA oder England gehen Verwaltungen immer freiz\u00fcgiger mit ihren Daten um. 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