{"id":2105,"date":"2011-11-02T20:15:04","date_gmt":"2011-11-02T18:15:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=2105"},"modified":"2015-01-16T16:36:15","modified_gmt":"2015-01-16T15:36:15","slug":"%c2%abbeste-qualitatsinitiative-im-schweizer-journalismus%c2%bb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/11\/%c2%abbeste-qualitatsinitiative-im-schweizer-journalismus%c2%bb\/","title":{"rendered":"\u00abBeste Qualit\u00e4tsinitiative im Schweizer Journalismus\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Verein \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch erh\u00e4lt den 6. Medien-Award 2011 des Vereins Qualit\u00e4t im Journalismus. Damit wird eine junge Initiative von Deutsch- und Westschweizer Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, die sich daf\u00fcr einsetzen, dass die das \u00d6ffentlichkeitsprinzip in der Schweiz gef\u00f6rdert und f\u00fcr Medien vermehrt nutzbar gemacht wird.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2130\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 272px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2130\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2011\/11\/Medienaward.jpg\" alt=\"\" width=\"262\" height=\"391\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Preis\u00fcbergabe: Hansj\u00fcrg Zumstein, Thomas Knellwolf, Martin Stoll (Foto: Senada Haralcic)<\/p><\/div>\n<p>Der Award wurde dem dem Vorstand von \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch am Mittwoch abend an der Herzbergtagung in Winterthur \u00fcberreicht.<\/p>\n<p>Die Auszeichnung wird jedes zweite Jahr f\u00fcr die \u00abbeste Qualit\u00e4tsinitiative im Schweizer Journalismus\u00bb vergeben. Die Laudatio hielt Jurymitglied Hannes Britschgi,\u00a0Leiter der Journalistenschule von Ringier. Von den eingereichten Projekten \u00fcberzeugte die <a href=\"http:\/\/www.quajou.ch\/award.php\">neunk\u00f6pfige Jury <\/a>vor allem die Internetplattform \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch.<\/p>\n<p>Die Internetplattform ist\u00a0seit dem Juni 2011 aufgeschaltet und wird rege benutzt. Medienschaffende und weitere Interessierte haben die Seite seit dann 54 000 Mal angeklickt.<\/p>\n<p>\u00abWir freuen uns sehr, dass unsere Initiative ausgezeichnet wird\u00bb, sagt Martin Stoll, der Vereinspr\u00e4sident von \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch. \u00abTransparenz in der Verwaltung erh\u00f6ht unseres Erachtens die Qualit\u00e4t einer Demokratie.\u00bb<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00a0Beispiele aus anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zeigen gem\u00e4ss Stoll, wie viel journalistische Potenzial in \u00d6ffentlichkeitsgesetzen liegt: So traten in Grossbritannien im Zuge des Spesenskandals vor zwei Jahren etliche Politiker zur\u00fcck oder wurden abgew\u00e4hlt, nachdem ihre gener\u00f6sen Anschaffungen auf Staatskosten publik geworden waren. Die Verwaltung hatte die Akten an Medien ausgeh\u00e4ndigt, die das britische \u00d6ffentlichkeitsgesetz zu nutzen wussten.<\/p>\n<p>In der Schweiz hingegen ist sich gem\u00e4ss dem Vorstand von \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch nur ein kleiner Teil der Kolleginnen und Kollegen bewusst, dass jede B\u00fcrgerin oder B\u00fcrger Einsicht in fast jedes staatliche Papier verlangen kann. Auch in der eidgen\u00f6ssischen Verwaltung ist das Wissen bescheiden, wie das Bundesgesetz \u00fcber das \u00d6ffentlichkeitsprinzip der Verwaltung anzuwenden ist. Schweizerischen Qualit\u00e4tsmedien gehen so f\u00fcnf Jahre nach Inkrafttreten der Gesetzesbestimmungen Recherche-M\u00f6glichkeiten verloren, welche im Ausland rege und demokratisch sinnvoll genutzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Verein \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch will bei Medien und in der Verwaltung einen Bewusstseinswandel f\u00f6rdern. In seinen Statuten hat er sich zum Ziel gesetzt, das \u00d6ffentlichkeitsgesetz \u00abzu einem griffigen Arbeitsinstrument f\u00fcr Medienschaffende\u00bb zu machen. Er \u00absetzt sich f\u00fcr die konsequente Umsetzung der schweizerischen \u00d6ffentlichkeitsgesetze ein\u00bb &#8211; national, kantonal und kommunal. Der Vorstand von \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch besteht aus: Pr\u00e4sident Martin Stoll (SonntagsZeitung), den Vizepr\u00e4sidenten Hansj\u00fcrg Zumstein (Schweizer Fernsehen) und Denis Masmejean (Le Temps) sowie Catherine Boss (SonntagsZeitung), Titus Plattner (Matin Dimanche), Vera Beutler (\u00abPl\u00e4doyer &#8211; Magazin f\u00fcr Recht und Politik\u00bb) und Thomas Knellwolf (Tages-Anzeiger und \u00abDer Bund\u00bb).<\/p>\n<p>Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Als gemeinn\u00fctziger, verlagsunabh\u00e4ngiger Verein verfolgt \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch keinen kommerziellen Zweck und strebt auch keinen Gewinn an. Der Aufbau der Internetplattform wurde vom Medienhaus Tamedia finanziert und auf der Redaktion der SonntagsZeitung umgesetzt. Die Konferenz der ChefredaktorInnen und die Vereinigung der Bundeshausjournalisten (VBJ) haben das Patronat f\u00fcr das Projekt \u00fcbernommen. Neben Tamedia wird es von der Gottlieb und Hans Vogt Stiftung, der Konsumenteninfo AG, der Herausgeberin von ktipp und saldo und der der Oertli-Stiftung finanziert. Der Verein operiert aber eigenst\u00e4ndig und unabh\u00e4ngig. Aktivmitglieder k\u00f6nnen nur hauptberufliche Journalisten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verein \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch erh\u00e4lt den 6. Medien-Award 2011 des Vereins Qualit\u00e4t im Journalismus. 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