{"id":1995,"date":"2011-10-11T22:34:02","date_gmt":"2011-10-11T20:34:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=1995"},"modified":"2011-10-13T22:26:00","modified_gmt":"2011-10-13T20:26:00","slug":"der-bund-probt-die-glaserne-verwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/10\/der-bund-probt-die-glaserne-verwaltung\/","title":{"rendered":"Der Bund probt die gl\u00e4serne Verwaltung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1999\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1999\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2011\/10\/Bundesarchiv.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"290\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Zugang zu den Informationen der Verwaltung: B\u00fcrger im Bundesarchiv in Bern. (Foto: Keystone)<\/p><\/div>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em> <strong>Die Bundesverwaltung testet eine Informatik-Plattform, mit der &#8211; theoretisch &#8211; ein tiefer Blick in deren Akten m\u00f6glich ist.<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt <em>\u00ab<\/em>Single Point of Orientation\u00bb (kurz: SPO) wurde im Auftrag des Bunderates von Andreas Kellerhals, dem Direktor des Bundesarchivs, entwickelt. <a href=\"http:\/\/www.bar.admin.ch\/aktuell\/00568\/00702\/00861\/index.html?lang=de&amp;download=M3wBPgDB\/8ull6Du36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmmc7Zi6rZnqCkkIN2g3eCbKbXrZ6lhuDZz8mMps2gpKfo\" target=\"_blank\">Der Plan<\/a> t\u00f6nt spannend: In einer Datenbank sollen Hunderttausende Verwaltungsdokumente erfasst werden. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u2013 so die sch\u00f6ne Idee &#8211; k\u00f6nnen das Verzeichnis online durchsuchen. Haben sie Interesse an einem Dokument oder Dossier, fordern sie es unter Berufung auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz direkt an. Die Amtsstelle pr\u00fcft die Herausgabe des Dokuments dann im Detail.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swiss-archives.ch\/suchinfo.aspx\" target=\"_blank\">Ein \u00e4hnliches System<\/a> besteht bereits f\u00fcr die Best\u00e4nde des Bundesarchivs. Das reizvolle am geplanten Tool: Jetzt geht es nicht um \u00e4ltere Dokumentenbest\u00e4nde, sondern um aktuellen Stoff.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig ist die Computerplattform im Test. Erfahrungen sollen gesammelt werden. F\u00fcr den verwaltungsinternen Versuchsbestrieb hat unter anderem das Departement f\u00fcr Verteidigung und Sport (VBS) Dokumentenbest\u00e4nde zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Schon heute ist klar, dass etliche \u00c4mter dem Projekt gegen\u00fcber grosse Skepsis hegen. Viele sind nicht bereit, ihre Aktenschr\u00e4nke zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Allerdings werden bereits heute Informationen zu den Aktenbest\u00e4nden der Verwaltung systematisch erfasst. Die \u00c4mter sind sogar verpflichtet, so genannte Registratur-oder Ordnungspl\u00e4ne zu erstellen. Das ist die Struktur der Gesch\u00e4ftsverwaltungssysteme, in denen der ganze E-Mail oder -Briefverkehr, Berichte, Aktennotizen und vieles mehr zu einem Gesch\u00e4ft abgelegt werden.<\/p>\n<p>Wie detailliert diese Informationen ins Netz gestellt werden sollen, ist eine verwaltungsintern heiss diskutierte Frage. Klar ist: Nutzen bringt der Katalog erst, wenn daraus ersichtlich wird, was an Dokumenten in der Verwaltung vorhanden ist. Das heisst, es m\u00fcssen detaillierte Angaben \u00fcber die Dokumentenbest\u00e4nde gemacht werden.<\/p>\n<p>Heute krankt das \u00d6ffentlichkeitsprinzip daran, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger diese Informationen vorenthalten werden. Sie haben keine Ahnung, welche Akten die Verwaltung anlegt.<\/p>\n<p>Die Gretchenfrage ist, ob die \u00c4mter bereit sind, diese Daten offen zu legen \u2013 und so das \u00d6ffentlichkeitsprinzip in der Verwaltung umzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll. Die Bundesverwaltung testet eine Informatik-Plattform, mit der &#8211; theoretisch &#8211; ein tiefer Blick in deren Akten m\u00f6glich ist. Das Projekt \u00abSingle Point of Orientation\u00bb (kurz: SPO) wurde im Auftrag des Bunderates von Andreas Kellerhals, dem Direktor des Bundesarchivs, entwickelt. Der Plan t\u00f6nt spannend: In einer Datenbank sollen Hunderttausende Verwaltungsdokumente erfasst werden. 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