{"id":1886,"date":"2011-09-14T08:35:24","date_gmt":"2011-09-14T06:35:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=1886"},"modified":"2011-09-23T23:30:17","modified_gmt":"2011-09-23T21:30:17","slug":"finanzpolitiker-wollen-keine-transparenz-uber-transparenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/09\/finanzpolitiker-wollen-keine-transparenz-uber-transparenz\/","title":{"rendered":"Finanzpolitiker wollen keine Transparenz \u00fcber Transparenz"},"content":{"rendered":"<div class=\"mceTemp\">\n<div id=\"attachment_1895\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1895 \" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2011\/09\/arthur_loepfe.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"317\" \/><p class=\"wp-caption-text\">\u00abGeben nur heraus, was wir unbedingt m\u00fcssen\u00bb: FinDel-Pr\u00e4sident Arthur Loepfe. (Foto: Keystone)<\/p><\/div><\/p>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em> <strong>Die Finanzdelegation des Parlaments h\u00e4lt ein Rechtsgutachten zur Transparenz-Gesetzgebung ohne triftige Gr\u00fcnde unter Verschluss.<\/strong><\/p>\n<p>Vor drei Wochen noch versprach Arthur Loepfe, Pr\u00e4sident der parlamentarischen Finanzdelegation (FinDel), ein brisantes Rechtsgutachten zu publizieren. Rechtsexperten des Bundesamtes f\u00fcr Justiz analysierten darin die Frage, ob das \u00d6ffentlichkeitsgesetz auch f\u00fcr Untersuchungsberichte der Finanzdelegation gelte. Die Finanzpr\u00fcfer hatten n\u00e4mlich die Geheimhaltung ihrer Berichte verlangt, <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/08\/keine-sonderrechte-fur-die-finanzkontrolleure\/#more-1696\">doch sie waren bei Justizministerin Simonetta Sommaruga abgeblitzt<\/a>. Das BJ-Rechtsgutachten, das dem Entscheid von Sommaruga zu Grunde liegt, will die Finanzdelegation nun trotz gegenteiligen Versprechen unter Verschluss halten. \u00abWir geben nicht mehr heraus, als wir unbedingt m\u00fcssen\u00bb, sagt FinDel-Pr\u00e4sident Loepfe.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Gesinnungs\u00e4nderung gibt\u2019s auch eine Begr\u00fcndung: Als er versprochen habe, das Dokument \u00f6ffentlich zu machen, habe er geglaubt, er sei rechtlich dazu gezwungen. Er habe nicht gewusst, dass das Parlament in der Schweiz nicht dem \u00d6ffentlichkeitsgesetz unterstellt sei, so der Finanzpolitiker.<\/p>\n<p>Mag sein, dass bei der Transparenzverweigerung \u00c4rger mitspielt: Die Finanzdelegation hatte sich vehement &#8211; aber erfolglos &#8211; daf\u00fcr eingesetzt, dass die EFK vom \u00d6ffentlichkeitsgesetz ausgenommen wird. Das Rechtsgutachten aus dem Departement Sommaruga machte den \u00f6ffentlichkeitsscheuen Finanzpolitikern einen Strich durch die Rechnung. Das Gutachten \u2013 soviel ist bekannt \u2013 kam n\u00e4mlich zum Schluss, dass die Voraussetzungen f\u00fcr eine Sonderregelung nicht erf\u00fcllt sind. Das \u00d6ffentlichkeitsgesetz erschwere die Arbeit der EFK nicht unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig. Ganz geschlagen gibt sich Loepfe indessen nicht: \u00abWir werden die Sache weiter verfolgen, und in zwei, drei Jahren noch einmal pr\u00fcfen\u00bb, sagt er.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll. Die Finanzdelegation des Parlaments h\u00e4lt ein Rechtsgutachten zur Transparenz-Gesetzgebung ohne triftige Gr\u00fcnde unter Verschluss. Vor drei Wochen noch versprach Arthur Loepfe, Pr\u00e4sident der parlamentarischen Finanzdelegation (FinDel), ein brisantes Rechtsgutachten zu publizieren. Rechtsexperten des Bundesamtes f\u00fcr Justiz analysierten darin die Frage, ob das \u00d6ffentlichkeitsgesetz auch f\u00fcr Untersuchungsberichte der Finanzdelegation gelte. 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