{"id":18727,"date":"2025-10-22T18:25:04","date_gmt":"2025-10-22T16:25:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=18727"},"modified":"2025-10-22T19:54:32","modified_gmt":"2025-10-22T17:54:32","slug":"nidwalden-ringt-ums-oeffentlichkeitsprinzip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2025\/10\/nidwalden-ringt-ums-oeffentlichkeitsprinzip\/","title":{"rendered":"Nidwalden ringt um mehr Offenheit der Verwaltung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_18733\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18733 size-full\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2025\/10\/Bild_Blog_regio.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2025\/10\/Bild_Blog_regio.jpg 582w, https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2025\/10\/Bild_Blog_regio-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/> Warnt vor einem \u00abFlickenteppich\u00bb: Die Nidwaldner Regierungsr\u00e4tin Karin Kayser-Frutschi. (Foto: Alessandro Dela Valle\/Keystone)<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em> <strong>Als letzter Kanton der Schweiz f\u00fchrt Nidwalden das \u00d6ffentlichkeitsprinzip ein. Doch auf dem Weg zur Transparenz hat der Landrat in der ersten Lesung deutliche Abstriche gemacht.<\/strong><\/p>\n<p>Nach Jahren der Vor\u00adbe\u00adrei\u00adtung hat der Land\u00adrat die erste Le\u00adsung des \u00d6f\u00adfent\u00adlich\u00adkeits\u00adge\u00adset\u00adzes ab\u00adge\u00adschlos\u00adsen. Das Par\u00adla\u00adment un\u00adter\u00adst\u00fctzt das Prin\u00adzip, schr\u00e4nkt es aber deut\u00adlich ein \u2013 aus der fort\u00adschritt\u00adli\u00adchen Vor\u00adla\u00adge droht ein zu\u00adr\u00fcck\u00adhal\u00adten\u00addes Ge\u00adsetz zu wer\u00adden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Wenig Offenheit im Parlament<\/strong><\/p>\n<p>Die be\u00adra\u00adtende Kom\u00admis\u00adsion be\u00adan\u00adtrag\u00adte in der Ein\u00adtre\u00adtens\u00adde\u00adbat\u00adte, Pro\u00adto\u00adkol\u00adle des Land\u00adrats\u00adb\u00fc\u00adros und der Par\u00adla\u00adments\u00adkom\u00admis\u00adsio\u00adnen von der \u00d6f\u00adfent\u00adlich\u00adkeit aus\u00adzu\u00adneh\u00admen. Gr\u00fc\u00adne-SP und GLP wi\u00adder\u00adspra\u00adchen: Tho\u00admas Wal\u00adli\u00admann (SP) be\u00adton\u00adte, Kom\u00admis\u00adsions\u00adpro\u00adto\u00adkol\u00adle sei\u00aden kei\u00adne Wort\u00adpro\u00adto\u00adkol\u00adle, der Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeits\u00adschutz blei\u00adbe ge\u00adwahrt. An\u00adnet\u00adte Bl\u00e4tt\u00adler (GLP) for\u00adder\u00adte Trans\u00adpa\u00adrenz auch dort, wo po\u00adli\u00adti\u00adsche Grund\u00adla\u00adgen ent\u00adst\u00fcn\u00adden. Re\u00adgie\u00adrungs\u00adr\u00e4tin Ka\u00adrin Kay\u00adser-Frut\u00adschi (Mit\u00adte) warn\u00adte vor ei\u00adnem \u00abFli\u00adcken\u00adtep\u00adpich\u00bb und emp\u00adfahl Ab\u00adleh\u00adnung \u2013 doch der Land\u00adrat folg\u00adte der Kom\u00admis\u00adsions\u00admehr\u00adheit.<\/p>\n<p><strong>Transparenz mit Preisetikett<\/strong><br \/>\nBereits nach der Vernehmlassung wurden Abstriche gemacht: Statt kostenloser Einsicht sieht die Vorlage nun Geb\u00fchren \u00abnach Zeitaufwand\u00bb vor. Urspr\u00fcnglich wollte die Regierung den Zugang geb\u00fchrenfrei halten \u2013 unterst\u00fctzt von SP, Gr\u00fcnen und GLP. Doch eine Mehrheit der Teilnehmenden, darunter Mitte und FDP, lehnte dies ab.<\/p>\n<p>Besonders bedauert wird von Transparenzorganisationen, dass in der Gesetzesvorlage auf eine Schlichtungsstelle verzichtet wird. <em>\u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch<\/em> bezeichnete dies in seiner <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2025\/10\/2025-04-24-Vernehmlassung-NW-Oeffentlichkeitsgesetzt-ch.pdf\">Vernehmlassungsantwort<\/a> als \u00abverpasste Chance\u00bb: Schlichtungsverfahren seien niederschwelliger, effizienter und kosteng\u00fcnstiger als Gerichtsverfahren.<\/p>\n<p><strong>Zweite Lesung entscheidet \u00fcber Richtung<\/strong><br \/>\nIn der zweiten Lesung wird sich zeigen, ob Nidwalden wirklich mehr Offenheit wagt oder nur ein Gesetz mit vielen Ausnahmen schafft. F\u00fcr die Regierung ist der Schritt \u00fcberf\u00e4llig, f\u00fcr Kritiker bleibt er halbherzig. Die Motion zum \u00d6ffentlichkeitsprinzip wurde 2018 von Christoph Keller (SVP) und Urs Amstad (SVP) eingereicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll. Als letzter Kanton der Schweiz f\u00fchrt Nidwalden das \u00d6ffentlichkeitsprinzip ein. Doch auf dem Weg zur Transparenz hat der Landrat in der ersten Lesung deutliche Abstriche gemacht. Nach Jahren der Vor\u00adbe\u00adrei\u00adtung hat der Land\u00adrat die erste Le\u00adsung des \u00d6f\u00adfent\u00adlich\u00adkeits\u00adge\u00adset\u00adzes ab\u00adge\u00adschlos\u00adsen. 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