{"id":1792,"date":"2011-08-20T16:50:13","date_gmt":"2011-08-20T14:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=1792"},"modified":"2011-10-13T23:00:33","modified_gmt":"2011-10-13T21:00:33","slug":"mit-bundesdokumenten-gegen-staatliche-konkurrenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/08\/mit-bundesdokumenten-gegen-staatliche-konkurrenz\/","title":{"rendered":"Mit Bundesdokumenten gegen staatliche Konkurrenz"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1797\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 594px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1797   \" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2011\/08\/Comparis.jpg\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"200\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Comparis-Chef Richard Eisler verlangte Einblick in die Aktenschr\u00e4nke des BAG. (Foto: Keystone)<\/p><\/div>\n<p><strong>Der Vergleichsdienst Comparis klagt\u00a0gegen einen Pr\u00e4mienrechner\u00a0von Gesundheitsminister Didier Burkhalter. Argumente lieferen Dokumente,\u00a0welche die Firma\u00a0unter Berufung aufs \u00d6ffentlichkeitsprinzip vom Staat herausverlangt hat.<\/strong><\/p>\n<p>Im Herbst will das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Internet einen Krankenkassen-Pr\u00e4mienrechner aufschalten. Die private Firma Comparis, der seit Jahren mit Krankenkassenvergleichen ihr Geld verdient, passt die staatliche Konkurrenz ganz und gar nicht. Sie hat \u2013 gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz \u2013 Dokumente zum Vorhaben vom Bund herausverlangt: <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/downloads\/befreite-dokumente\/3\/2011-06-14-EDI_BAG_Dokumente_Praemienrechner.pdf\">E-Mails, Sitzungsprotokolle und Vertr\u00e4ge<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Papiere zeigten, \u00abdass es dem Bundesamt auch darum geht, comparis.ch massiv zu sch\u00e4digen\u00bb, schreibt die Firma in einer Medienmitteilung. Laut einem Dokument vom 2. Februar 2011, in dem eine Sitzung des\u00a0BAG mit dem Krankenkassendachverband Sant\u00e9suisse protokolliert wird, verfolgt das BAG mit dem Projekt unter anderem das Ziel, \u00abdass die Krankenversicherer nicht mehr im selben Umfang wie bisher mit dem Internetvergleichsdienst Comparis und anderen Anbietern kooperieren.\u00bb<\/p>\n<p>Sant\u00e9suisse forderte laut dem Sitzungsprotokoll vom BAG eine kundenfreundliche L\u00f6sung mit der M\u00f6glichkeit einer direkte Offertbestellung, \u00abwie sie auch von Comparis angeboten wird\u00bb.<\/p>\n<p>Laut den Dokumenten wird das Projekt von Gesundheitsminister Didier Burkhalter gepusht. Burkhalter habe das BAG beauftragt, den auf der BAG-Homepage existierenden Pr\u00e4mienrechner stark auszubauen, \u00abso dass f\u00fcr die Versicherten ein benutzerfreundliches Tool zur Verf\u00fcgung steht und die Versicherer Einsparungen vornehmen k\u00f6nnen, da das Angebot des BAG unentgeltlich ist.\u00bb<\/p>\n<p>Beim zust\u00e4ndigen EDI hat der Krankenkassen-Vergleichsdienst ein Rechtsbegehren eingereicht und gefordert, \u00abdass das BAG ab sofort nicht mehr die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit von comparis.ch behindert.\u00bb F\u00fcr Comparis-Chef Richard Eisler ist klar, weshalb das BAG einen eigenen Vergleichsrechner programmieren will. \u00abComparis ist ein unbequemer Akteur. Seit Jahren sorgen wir f\u00fcr Wettbewerbsdruck unter den Krankenkassen und kritisieren auch das BAG hin und wieder wegen seinen gesch\u00f6nten Berechnungen der Pr\u00e4mienerh\u00f6hungen\u00bb, l\u00e4sst sich Eisler in der Medienmitteilung zitieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der Vergleichsdienst Comparis klagt\u00a0gegen einen Pr\u00e4mienrechner\u00a0von Gesundheitsminister Didier Burkhalter. Argumente lieferen Dokumente,\u00a0welche die Firma\u00a0unter Berufung aufs \u00d6ffentlichkeitsprinzip vom Staat herausverlangt hat. Im Herbst will das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Internet einen Krankenkassen-Pr\u00e4mienrechner aufschalten. Die private Firma Comparis, der seit Jahren mit Krankenkassenvergleichen ihr Geld verdient, passt die staatliche Konkurrenz ganz und gar nicht. 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