{"id":1685,"date":"2011-08-16T10:07:23","date_gmt":"2011-08-16T08:07:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=1685"},"modified":"2011-09-24T23:30:58","modified_gmt":"2011-09-24T21:30:58","slug":"transparenz-jetzt-stockt-der-bund-endlich-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2011\/08\/transparenz-jetzt-stockt-der-bund-endlich-auf\/","title":{"rendered":"Transparenz: Jetzt stockt die Bundesverwaltung endlich auf"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1691\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 272px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1691\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2011\/08\/Hanspeter_Thuer.jpg\" alt=\"\" width=\"262\" height=\"389\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Kriegt zwei neue Juristen: \u00d6ffentlichkeitsbeauftragter Hanspeter Th\u00fcr. (Foto:Keystone)<\/p><\/div>\n<p><em>Von Martin Stoll.\u00a0<\/em><strong>Die Verwaltung will die M\u00e4ngel bei der Umsetzung des\u00a0\u00d6ffentlichkeitsgesetzes beheben und stellt zwei\u00a0zus\u00e4tzliche Juristen ein.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Praktisch nie konnte der \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte\u00a0Hanspeter Th\u00fcr in der Vergangenheit die im \u00d6ffentlichkeitsgesetz vorgeschriebenen Fristen f\u00fcr die Behandlung von Schlichtungsgesuchen einhalten. Zwischen April 2009 und Mai 2010 wurde er deshalb drei Mal vom Bundesverwaltungsgericht wegen Rechtsverweigerung ger\u00fcgt.<\/p>\n<p>Der offensichtliche Vollzugsnotstand rief im vergangenen September sogar die Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission des Parlaments (GPK) auf den Plan. Sie forderte vom Bundesrat, dass den gesetzlichen Vorgaben und <em>\u00ab<\/em>damit den Beschl\u00fcssen des Parlaments in Bezug auf die Umsetzung des \u00d6ffentlichkeitsprinzips die n\u00f6tige Nachachtung verschafft wird.\u00bb<\/p>\n<p>Noch vor wenigen Wochen zeigte sich der Bundesrat davon unbeeindruckt. Er wies einen Antrag um Erh\u00f6hung des Stellenetats des Eidgen\u00f6ssischen Datenschutz- und \u00d6ffentlichkeitsbeauftragten (ED\u00d6B) ab. Nicht zum ersten Mal.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Jetzt handelt die Bundeskanzlei (BK), bei welchem der ED\u00d6B angegliedert ist. Sie finanziert aus dem eigenen Budget zwei Stellen, um die Schlichtungsverfahren z\u00fcgiger zu erledigen. Mit der Finanzierung der zwei zus\u00e4tzlichen Stellen wolle die Bundeskanzlei <em>\u00ab<\/em>aus eigenen Mitteln einen Beitrag zur L\u00f6sung des Ressourcenengpasses\u00bb leisten, sagt BK-Sprecherin Ursula Eggenberger.<\/p>\n<p>Damit stehen jetzt endlich die minimalen Mittel zur Verf\u00fcgung, um das f\u00fcnf Jahre alte Gesetz auch umzusetzen. Denn der mit zus\u00e4tzlichem Pesonal\u00a0ausgesattete ED\u00d6B spielt eine wichtige Rolle bei der Etablierung einer guten Rechtspraxis: Er vermittelt in den F\u00e4llen, in denen die Verwaltung nicht auf die Antragssteller eingeht und r\u00fcgt, wenn die Verwaltung das Gesetz schlecht umsetzt. In rund zwei Drittel der abgeschlossenen Schlichtungsverfahren f\u00fchren die Verfahren des ED\u00d6B zu einem weitergehenden Zugang als urspr\u00fcnglich vom Bundesamt zugestanden.<\/p>\n<p>In der Botschaft zum \u00d6ffentlichkeitsgesetz vom 12. Februar 2003 wurde der f\u00fcr die Erf\u00fcllung dieser Aufgaben notwendige zus\u00e4tzliche Ressourcenbedarf auf 3-3.5 Stellen beziffert. Jahrelang konnte der ED\u00d6B daf\u00fcr nur ein bis zwei Stellen einsetzten. F\u00fcr die Erledigung der anstehenden Pendenzen sucht der ED\u00d6B jetzt zwei Juristen oder Juristinnen mit einem Pensum zwischen 50 und 80 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll.\u00a0Die Verwaltung will die M\u00e4ngel bei der Umsetzung des\u00a0\u00d6ffentlichkeitsgesetzes beheben und stellt zwei\u00a0zus\u00e4tzliche Juristen ein.\u00a0 Praktisch nie konnte der \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte\u00a0Hanspeter Th\u00fcr in der Vergangenheit die im \u00d6ffentlichkeitsgesetz vorgeschriebenen Fristen f\u00fcr die Behandlung von Schlichtungsgesuchen einhalten. Zwischen April 2009 und Mai 2010 wurde er deshalb drei Mal vom Bundesverwaltungsgericht wegen Rechtsverweigerung ger\u00fcgt. 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