{"id":14108,"date":"2022-03-07T16:07:17","date_gmt":"2022-03-07T15:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=14108"},"modified":"2022-06-15T13:49:29","modified_gmt":"2022-06-15T11:49:29","slug":"standerat-fur-gebuhrenfreien-zugang-mit-hinterture","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2022\/03\/standerat-fur-gebuhrenfreien-zugang-mit-hinterture\/","title":{"rendered":"St\u00e4nderat f\u00fcr geb\u00fchrenfreien Zugang  mit Hintert\u00fcre"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_14123\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14123 size-full\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2022\/03\/401382903_highres.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2022\/03\/401382903_highres.jpg 582w, https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2022\/03\/401382903_highres-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/> Vertrat den Kompromiss der vorberatenden Kommission: Gr\u00fcnen-St\u00e4nderat Mathias Zopfi. (Foto: Peter Klaunzer\/Keystone)<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em><strong> Der St\u00e4nderat hat eine neue Geb\u00fchrenregelung im \u00d6ffentlichkeitsgesetz abgesegnet. In Ausnahmef\u00e4llen soll die Verwaltung nach wie vor hohe Geb\u00fchren verlangen d\u00fcrfen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberraschend trat die kleine Parlamentskammer im Dezember doch noch auf die Vorlage zur Geb\u00fchrenbefreiung im \u00d6ffentlichkeitsgesetz ein. Diskussionslos beschied diese jetzt: Das Prinzip des kostenlosen Zugangs zu Verwaltungsdokumenten soll zwar kommen &#8211; allerdings ohne eine Maximalgeb\u00fchr von 2000 Franken.\u00a0<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine solche Geb\u00fchrenregelung ohne Obergrenze sei n\u00f6tig, weil es immer wieder zu aufw\u00e4ndigen Gesuchen komme \u2013 wie jenes im Jahr 2016, als die Verwaltung 80 Arbeitsstunden f\u00fcr die Erledigung eines solchen Gesuchs habe leisten m\u00fcssen, so der Sprecher der Staatspolitischen Kommission (SPK) des St\u00e4nderates, Mathias Zopfi (G\/GL).<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine Umsetzung ohne H\u00fcrden und Willk\u00fcr<\/strong><\/p>\n<p>Damit das Prinzip eines geb\u00fchrenfreien Zugangs seinen erw\u00fcnschten Effekt erzielen kann, ist aus der Sicht von <em>\u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch<\/em> eine Maximalgeb\u00fchr aber notwendig. In der Vergangenheit hat die Bundesverwaltung teilweise Geb\u00fchren in der H\u00f6he von mehreren Zehntausend Franken geltend gemacht. Dies f\u00fchrte dazu, dass Redaktionen auf Recherchen verzichtet haben. Eine Regelung, bei der Geb\u00fchren nicht gedeckelt sind, geben der Verwaltung ein Willk\u00fcr-Instrument in die Hand.\u00a0<\/p>\n<p>Medienschaffende haben mithilfe des \u00d6ffentlichkeitsgesetzes immer wieder auf Fehler und Systemm\u00e4ngel in der Verwaltung hinweisen k\u00f6nnen. Allerdings mussten sich Redaktionen teils bis vor Bundesgericht gegen Geb\u00fchrenbescheide der Verwaltung wehren.<\/p>\n<p>Der Entscheid fiel im St\u00e4nderat mit 38 zu 2 Stimmen. Als n\u00e4chstes wird der Nationalrat erneut \u00fcber die Vorlage befinden. Dieser hatte eine Regelung ohne Obergrenze in einer fr\u00fcheren Verhandlungsrunde gegen den Willen des Bundesrates abgelehnt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Nachtrag: Die Staatspolitische Kommission (SPK) des Nationalrates will im Gegensatz zum St\u00e4nderat eine Deckelung von Transparenzgeb\u00fchren auf 2000 Franken:\u00a0 \u00abDer Grundsatz der Geb\u00fchrenfreiheit soll nicht umgangen werden k\u00f6nnen\u00bb, teilte die Kommission nach ihrer Sitzung vom 31. M\u00e4rz 2022 mit. Der Entscheid fiel mit 15 zu 8 Stimmen. Dieser Argumentation folgte das Gesamtplenum am 15. Juni 2022 mit 130 zu 53 Stimmen.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[48,52],"class_list":["post-14108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundesverwaltung","tag-gebuhren","tag-parlament"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14108"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14421,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14108\/revisions\/14421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}