{"id":11616,"date":"2020-02-29T07:15:46","date_gmt":"2020-02-29T06:15:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=11616"},"modified":"2021-02-17T09:23:47","modified_gmt":"2021-02-17T08:23:47","slug":"die-rundschau-gewinnt-den-prix-transparence-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2020\/02\/die-rundschau-gewinnt-den-prix-transparence-2019\/","title":{"rendered":"Die Rundschau gewinnt den Prix Transparence 2019"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_11617\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11617 size-full\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2020\/02\/Prix_Transparence_19_Blog.png\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2020\/02\/Prix_Transparence_19_Blog.png 582w, https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2020\/02\/Prix_Transparence_19_Blog-300x169.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/> \u00abHartn\u00e4ckig drangeblieben\u00bb: Die TV-Journalistinnen Peterhans und Blaser.<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em>\u00a0<strong>Sie k\u00e4mpften hartn\u00e4ckig und brachten die Fakten \u00fcber die Preisverhandlungen zu einem Krebsmedikament auf den Tisch. \u00a0Daf\u00fcr werden die Journalistinnen Nina Blaser und Anielle Peterhans mit dem Prix Transparence 2019 ausgezeichnet.<\/strong><\/p>\n<p>Schweizer Medienschaffende enth\u00fcllten vergangenes Jahr mit den \u00d6ffentlichkeitsgesetzen viel Relevantes: die zweifelhaften Lobby-Aktivit\u00e4ten eines Chefbeamten, den aus der Staatskasse bezahlten Partei-Ausflug. Zur besten Transparenzstory des Jahres 2019 k\u00fcrte eine <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/jury-prix-transparence-2019\/\">ChefredaktorInnen-Jury<\/a> einen \u00abRundschau\u00bb-Beitrag zum Krebsmedikament \u00abPerjeta\u00bb.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die von den beiden TV-Journalistinnen beschafften Akten belegen einen eigentlichen Preispoker zwischen dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und dem Pharmakonzern Roche. Anfangs verlangt Roche pro Medikamenten-Packung 3950 Franken, das BAG wollte aber nur 1850 Franken bewilligen. Schliesslich setzte Roche den hohen Preis durch \u2013 und gew\u00e4hrte den Schweizer Krankenversicherern im Gegenzug einen Rabatt von \u00fcber 2000 Franken.<\/p>\n<p>Ein abgekartetes Spiel, sagt ein Experte im \u00abRundschau\u00bb-Beitrag: Roche habe einen Schaufensterpreis aushandeln wollen: \u00abJe h\u00f6her der Schweizer Preis ist, desto eher kann man auch im Ausland einen hohen Preis verlangen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Sorgf\u00e4ltige Umsetzung beeindruckte die Jury<\/strong><\/p>\n<p>Diesen Mechanismus enth\u00fcllte die \u00abRundschau\u00bb. Daf\u00fcr analysierten die TV-Macherinnen Hunderte Seiten Beh\u00f6rdenakten \u2013 und k\u00e4mpften vor dem \u00d6ffentlichkeitsbeauftragten des Bundes f\u00fcr die Offenlegung von geschw\u00e4rzten Dokumenten. \u00abNina Blaser und Anielle Peterhans sind hartn\u00e4ckig geblieben, obwohl das BAG und Roche den Preispoker um Perjeta kleinreden wollten\u00bb, sagt Jury-Mitglied Martina Fehr. Die Chefredaktorin der \u00abS\u00fcdostschweiz\u00bb und designierte MAZ-Direktorin lobt die sorgf\u00e4ltige Umsetzung des Stoffs und den Bezug zu einer von Krebs betroffenen Patientin: \u00abDas ist ein sehr toller Beitrag, der nachhallt.\u00bb<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch\u00a0verleiht den Prix Transparence zum zweiten Mal. Damit ausgezeichnet werden Medienschaffende, welche ein \u00d6ffentlichkeitsgesetz zielf\u00fchrend und wirkungsvoll anwenden. Ein Pokal, der vom Berner Kunstglaser Daniel Stettler aus Berner Amtshaus-Sandstein und Glas geschaffen worden ist, wurde den \u00abRundschau\u00bb-Journalistinnen in Z\u00fcrich-Leutschenbach \u00fcbergeben.<\/p>\n<p><div class=\"embed-responsive embed-responsive-16by9\"><div class=\"iframe-container\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"embed-responsive-item\"  title=\"Prix Transparence 2019 - \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4xzxLqn5QTU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/div>\n<\/p>\n<p><strong>IV-\u00c4rzte und Praktikantinnen-L\u00f6hne auf Platz zwei und drei<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem zweiten Platz pr\u00e4miert wurde der Beitrag von \u00abSonntags-Blick\u00bb-Journalist Thomas Schlittler. Gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz hat er vom Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV) eine Liste mit IV-Gutachtern herausverlangt. Eine Auswertung der Zahlen zeigte, dass die IV-Stellen die Auftr\u00e4ge einseitig vergeben haben. Den Beh\u00f6rden genehme \u00c4rzte kassierten so \u00fcber Jahre Millionen.<\/p>\n<p>Der Solothurner Journalist Lucien Fluri wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Er ist mithilfe des Solothurner Informationsgesetztes an Dokumente gelangt, die ein gravierendes Lohndumping bei Praktikantinnen in Kindertagesst\u00e4tten belegen. Drei bis vier Franken Stundenlohn sind hier an der Tagesordnung. Die Jugendlichen, die auf eine Lehrstelle spekulieren, sind teils mehrere Jahre so angestellt \u2013 und das ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz.<\/p>\n<p>Insgesamt hat \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch 66 Beitr\u00e4ge aus Presse, Rundfunk und TV evaluiert, welche 2019 mithilfe eines \u00d6ffentlichkeitsgesetzes realisiert worden sind. <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2019\/12\/11335\/\">Zehn davon<\/a> wurden f\u00fcr den Prix Transparence 2019 nominiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll.\u00a0Sie k\u00e4mpften hartn\u00e4ckig und brachten die Fakten \u00fcber die Preisverhandlungen zu einem Krebsmedikament auf den Tisch. \u00a0Daf\u00fcr werden die Journalistinnen Nina Blaser und Anielle Peterhans mit dem Prix Transparence 2019 ausgezeichnet. Schweizer Medienschaffende enth\u00fcllten vergangenes Jahr mit den \u00d6ffentlichkeitsgesetzen viel Relevantes: die zweifelhaften Lobby-Aktivit\u00e4ten eines Chefbeamten, den aus der Staatskasse bezahlten Partei-Ausflug. Zur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[59,188],"class_list":["post-11616","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundesverwaltung","tag-bag","tag-prix-transparence"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11616"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11616\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12860,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11616\/revisions\/12860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}