{"id":10408,"date":"2019-03-28T17:25:38","date_gmt":"2019-03-28T16:25:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=10408"},"modified":"2019-04-06T10:55:21","modified_gmt":"2019-04-06T09:55:21","slug":"kein-publikationsbedurfnis-schubladisierte-polizeistudien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2019\/03\/kein-publikationsbedurfnis-schubladisierte-polizeistudien\/","title":{"rendered":"\u00abKein Publikationsbed\u00fcrfnis\u00bb: Polizei schubladisiert Studien"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_10459\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10459\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Kapo_neu.gif\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"328\" \/> Opfer zur Arbeit der Polizei befragt: Nach einer Gewalttat in D\u00fcbendorf tr\u00e4gt eine Polizistin eine konfiszierte Schusswaffe weg. (Foto: Keystone\/Siggi Bucher)<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p><em>Von Christof Schneider.<\/em>\u00a0<strong>Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich f\u00fchrt im Auftrag der Kantonspolizei Z\u00fcrich j\u00e4hrlich eine Opferbefragung durch. Kostenpunkt: 117 000 Franken. Bis heute wurden die Berichte jedoch nicht publiziert.<\/strong><\/p>\n<p>Seit 2012 befragt das Kriminologische Institut der Universit\u00e4t Z\u00fcrich Opfer von Verkehrsunf\u00e4llen, Einbruchdiebst\u00e4hlen und Gewaltdelikten. Auftraggeber ist die Kantonspolizei Z\u00fcrich.\u00a0<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Damit will diese herausfinden, wie zufrieden die betroffenen Personen mit dem Kontakt und ihrer Arbeit sind. Und: \u00abPositive oder negative Ver\u00e4nderungen im Umgang mit Betroffenen k\u00f6nnen dank der regelm\u00e4ssigen Befragungen fr\u00fchzeitig erkannt werden\u00bb, erkl\u00e4rt Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Z\u00fcrich.<\/p>\n<div class=\"hinweis\">Hier geht&#8217;s zu den Zufriedenheitsbefragungen der Z\u00fcrcher Polizei:\u00a0Gewaltdelikte <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Zufriedenheitsbefragung_Uni_Zuerich_2017.pdf\">2017<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Studie-Opfer-Gewaltdelikte-2014-komprimiert-2.pdf\">2014<\/a>, Verkehrsunf\u00e4lle <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Studie-Verkehrsunf\u00e4lle-Opfer-2016.pdf\">2016<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Studie-Verkehrsunf\u00e4lle-Opfer-2013.pdf\">2013<\/a>, Einbruchdiebst\u00e4hle <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Studie-Opfer-Einbruchdiebst\u00e4hle-2015.pdf\">2015<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/03\/Studie-Opfer-Einbruchdiebst\u00e4hle-2012.pdf\">2012<\/a>.<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p>Bisher verfasste die Universit\u00e4t Z\u00fcrich sechs Berichte. Kostenpunkt: 117 000 Franken. Die Studien werden zwar in den Jahresberichten der Kantonspolizei erw\u00e4hnt und wurden zum Teil in einem Fachbuch besprochen, doch publiziert worden sind die Studien nirgends.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/schweiz-aktuell\/video\/kantonspolizei-publiziert-studien-ueber-eigene-arbeit-nicht?id=acd255a0-c677-45f5-9de9-c266ebfab5aa\">SRF verlangte Einsicht<\/a> und erhielt sie auch. Die Studien sind umfangreich und drehen sich um viele Aspekte der Polizeiarbeit: Von der Qualit\u00e4t der Notrufzentrale bis hin zur Dauer, bis die Polizei bei einem Tatort eintrifft. Grunds\u00e4tzlich sind die befragten Personen sehr zufrieden mit der Arbeit der Kantonspolizei, das zeigen die ausgewerteten Befragungen zum Punkt \u00abGesamtzufriedenheit\u00bb: Dieser Wert liegt oft \u00fcber 90 Prozent.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch Kritik: Die Studien zeigen, dass es Opfer von Gewaltdelikten gibt, die sich nicht ernst genommen f\u00fchlen und von fehlender Empathie sprechen. Die Studienautorinnen und Autoren halten dazu fest, dass das Fehlen von Empathie und Hilfsbereitschaft h\u00e4ufig kritisiert werden.<\/p>\n<p>Die Studien f\u00fchrt die Universit\u00e4t Z\u00fcrich im Auftrag der Kantonspolizei durch. Die Vorgabe, die Studien nicht zu publizieren, kommt von der Kantonspolizei. Auf Anfrage von SRF erkl\u00e4rt Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Z\u00fcrich:\u00a0\u00abDas Schweizer Fernsehen ist die erste externe Stelle, die sich f\u00fcr die gesamten Studien interessiert. Dies zeigt, dass es offenbar kein Bed\u00fcrfnis f\u00fcr eine umfassende Publikation der Studien gibt\u00bb.<\/p>\n<p>Markus Bischoff, Kantonsrat der AL, kritisiert das: \u00abEs kann nicht sein, dass \u00f6ffentliche Gelder eingesetzt werden, um die Arbeit der Kantonspolizei zu analysieren, diese Berichte dann aber nicht publiziert werden.\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Christof Schneider.\u00a0Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich f\u00fchrt im Auftrag der Kantonspolizei Z\u00fcrich j\u00e4hrlich eine Opferbefragung durch. Kostenpunkt: 117 000 Franken. Bis heute wurden die Berichte jedoch nicht publiziert. Seit 2012 befragt das Kriminologische Institut der Universit\u00e4t Z\u00fcrich Opfer von Verkehrsunf\u00e4llen, Einbruchdiebst\u00e4hlen und Gewaltdelikten. Auftraggeber ist die Kantonspolizei Z\u00fcrich.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[144],"class_list":["post-10408","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-den-kantonen","tag-kanton-zurich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10408","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10408"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10408\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10461,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10408\/revisions\/10461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10408"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10408"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}