{"id":10327,"date":"2019-03-01T08:52:16","date_gmt":"2019-03-01T07:52:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/?p=10327"},"modified":"2020-02-27T18:46:11","modified_gmt":"2020-02-27T17:46:11","slug":"philippe-boeglin-gewinnt-den-prix-transparence-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/2019\/03\/philippe-boeglin-gewinnt-den-prix-transparence-2018\/","title":{"rendered":"Philippe Boeglin gewinnt den Prix Transparence 2018"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_10333\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 592px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10333 size-full\" src=\"https:\/\/www.oeffentlichkeitsgesetz.ch\/deutsch\/files\/2019\/02\/Foto_Preisu\u0308bergabe.gif\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"327\" \/> Das \u00d6ffentlichkeitsgesetz wirkungsvoll angewendet: Preistr\u00e4ger Boeglin vor dem Sitz des Verteidigungsdepartements in Bern.<p class=\"wp-caption-text\"><\/p><\/div>\n<p><em>Von Martin Stoll.<\/em> <strong>Goldgeschenke, Alpenbitter-Orgien, teure Helifl\u00fcge f\u00fcr Offiziers-Gattinnen: Medienschaffende enth\u00fcllten letztes Jahr mithilfe des \u00d6ffenlichkeitsgesetzes Spesenexzesse der Schweizer Armee. Philippe Boeglin wird daf\u00fcr mit dem Prix Transparence 2018 ausgezeichnet<\/strong>.<\/p>\n<p>Es war ein guter Jahrgang und am Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Aus der Reihe von Medienschaffenden, welche 2018 relevante Beitr\u00e4ge mithilfe eines \u00d6ffentlichkeitsgesetzes realisiert hatten, hat eine ChefredaktorInnen-Jury\u00a0 im Auftrag von<em> \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch<\/em> die beste Transparenz-Geschichte gek\u00fcrt. Mit seinem Beitrag \u00abLes frais de l\u2019officier\u00bb machte Philippe\u00a0Boeglin von\u00abLa Libert\u00e9\u00bb das Rennen.\u00a0<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Den von Boeglin publizierten Untersuchungsbericht wollte die Armee geheim halten. Darin wird ein ungehemmter Umgang hoher Milit\u00e4rs mit Staatsgeldern dokumentiert: Mehrmals j\u00e4hrlich h\u00e4tten sich diese zu gediegenen Seminaren getroffen, mit \u00abanst\u00e4ndigen\u00bb Mehrg\u00e4ngern und \u00ablimitless Alkohol\u00bb.\u00a0 Partnerinnen von hohen Milit\u00e4rs wurden f\u00fcr Zehn\u00adtau\u00adsen\u00adde Franken in Helikoptern zu Seminaren geflogen.\u00a0Nach einer Schlichtung beim \u00d6ffentlichkeitsbeauftragten des Bundes konnte \u00abLa Libert\u00e9\u00bb das Ausmass der Spesenexzesse deutlich machen.\u00a0<\/p>\n<p><em>\u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch<\/em> hat den Prix Transparence dieses Jahr zum ersten Mal verliehen. Damit ausgezeichnet werden Medienschaffende, welche ein \u00d6ffentlichkeitsgesetz zielf\u00fchrend und wirkungsvoll anwenden. Ein Pokal, der vom Berner Kunstglaser Daniel Stettler aus Berner Amtshaus-Sandstein und Glas geschaffen worden ist, wurde Boeglin vor dem Bundeshaus Ost, dem Sitz des Verteidigungsdepartements, \u00fcbergeben.\u00a0Mithilfe des \u00d6ffentlichkeitsgesetzes des Bundes hatten auch Thomas Knellwolf und Titus Plattner (Tamedia-Recherchedesk) und Lukas M\u00e4der (NZZ) Beitr\u00e4ge zu den Spesen-Exzessen realisiert. Sie wurden nicht nominiert, weil alle drei im Vorstand von \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch engagiert sind.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Juriert wurden zehn nominierte Beitr\u00e4ge von einem Fachgremium, bestehend aus Chefredaktorinnen, Chefredaktoren und Publizisten der Deutsch- und Westschweiz: \u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Lis Borner, Chefredaktorin Radio SRF<\/li>\n<li>Pascal Hollenstein Leiter Publizistik CH Media<\/li>\n<li>Ariane Dayer, Chefredaktorin Tamedia Westschweiz<\/li>\n<li>Ren\u00e9 Schuhmacher, Verleger Konsumenteninfo<\/li>\n<li>Gabriel de Weck, Chefredaktor BNJ FM<\/li>\n<li>Sandra Jean, Chefredaktorin Le Nouvelliste<\/li>\n<li>Katia Murmann, Chefredaktorin Blick.ch<\/li>\n<li>Martina Fehr, Chefredaktorin\u00a0 S\u00fcdostschweiz<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00abJournalismus, der etwas bewegt\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Ausgel\u00f6st hat die Untersuchung zur Spesenpraxis in der Armee der ebenfalls wegen Spesenmissbrauch angeschuldigte Oberfeldarzt Andreas Stettbacher. \u00a0Er packte gegen\u00fcber Untersuchungsbeauftragten aus, um zu beweisen, dass es seine Chefs noch bunter trieben. Das VBS hat als Reaktion auf die Exzesse ein Spesenreglement eingef\u00fchrt.\u00a0\u00abSeine Recherche zeigt Journalismus, der etwas bewegt\u00bb, sagt Jury-Mitglied Katia Murmann zu Preistr\u00e4ger Philippe\u00a0Boeglin, dem Bundeshauskorrespoondenten von\u00a0 La Libert\u00e9.\u00a0 \u00abEr ist drangeblieben, hat nicht lockergelassen und hat sich die Dokumente erk\u00e4mpft\u00bb, sagt sie in einem Webvideo.<\/p>\n<p><div class=\"embed-responsive embed-responsive-16by9\"><div class=\"iframe-container\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"embed-responsive-item\"  title=\"Prix Transparence 2019 - \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4xzxLqn5QTU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/div>\n<\/p>\n<p><strong>Quecksilber und PCB auf Platz zwei und drei<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem zweiten Platz pr\u00e4miert wurde eine Medienvereinigung, bestehend aus Walliser Bote, Le Nouvelliste, dem Westschweizer Fernsehen RTS und Le Temps. Die Medienschaffenden David Biner, Julien Robyr, Marie Giovanola und Xavier Lambiel hatten vor einem Jahr von den Walliser Beh\u00f6rden einen Untersuchungsbericht zur Historie der Quecksilberverschmutzung durch das Chemiewerk Lonza herausverlangt. Anhand des Dokuments konnten sie zeigen, wie die Beh\u00f6rden das gravierende Umweltproblem ignoriert und dadurch versch\u00e4rft hatten.<\/p>\n<p>Die B\u00fcndner Journalistin Stefanie Habl\u00fctzel wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Sie hat f\u00fcr die Zeitschrift Der Beobachter zu einer Umweltpanne bei der Sanierung der im Kanton Graub\u00fcnden gelegenen Staumauer Punt dal Gall recherchiert. Unterlagen, welche sie gest\u00fctzt auf das kantonale \u00d6ffentlichkeitsgesetz herausverlangt hatte, lassen auf ungen\u00fcgende Kontrollen schliessen. 2016 gelangten vermutlich grosse Mengen der krebserregenden Industriechemikalie PCB ins Wasser. \u00a0<\/p>\n<p>Insgesamt hat \u00d6ffentlichkeitsgesetz.ch 46 Beitr\u00e4ge aus Presse, Rundfunk und TV evaluiert, welche 2018 mithilfe eines \u00d6ffentlichkeitsgesetzes realisiert worden sind. Zehn davon wurden f\u00fcr den Prix Transparence 2018 nominiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martin Stoll. Goldgeschenke, Alpenbitter-Orgien, teure Helifl\u00fcge f\u00fcr Offiziers-Gattinnen: Medienschaffende enth\u00fcllten letztes Jahr mithilfe des \u00d6ffenlichkeitsgesetzes Spesenexzesse der Schweizer Armee. Philippe Boeglin wird daf\u00fcr mit dem Prix Transparence 2018 ausgezeichnet. 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