Amherd möchte die zivile Cybersicherheit ins Verteidigungsdepartement holen

Lukas Mäder, NZZ, 29.07.2022

In den nächsten Monaten entscheidet der Bundesrat, ob die zivile Cyberabwehr ins Verteidigungsdepartement kommen soll. Das sei effizienter, sagen die Befürworter. In der Ämterkonsultation vor dem Bundesratsbeschluss im Mai, welche die «NZZ» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einsehen konnte, schreibt das VBS: Das neue Bundesamt solle «dort angesiedelt werden, wo bereits die meisten Kompetenzen im Bereich Cyber vorhanden sind». Damit ist offensichtlich das VBS gemeint, beschäftigen sich doch in der Armee und im Nachrichtendienst bereits heute zahlreiche Personen mit der Cyberabwehr. Während sich für andere Departemente (EJPD, WBF, UVEK) Argumente finden lassen, warum die zivile Cybersicherheit dort gut aufgehoben wäre, gibt es ausgerechnet beim VBS einige gewichtige Gründe, die dagegen sprechen. IT-Sicherheitsexperten sehen die Nähe zur Armee kritisch: Informationen über Sicherheitslücken könnten auch für Angriffe verwendet werden. Es besteht auch Zweifel, ob das VBS Informationen über Angreifer offen weitergeben würde.

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