Professor kupferte bei Doktoranden ab

Martin Sturzenegger, Tages-Anzeiger, 04.11.2020

Fünf mutmassliche Plagiatsfälle an der ETH Zürich führten zu einer Untersuchung gegen einen Professor, der Forschungsergebnisse seiner Studenten und Studentinnen unter eigenen Namen veröffentlicht haben soll. Der «Tages-Anzeiger» und die «NZZ» erwirkten gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz eine Einsichtnahme in den Untersuchungsbericht, den die Hochschule zuvor geheim hielt. Darin kommt die Untersuchungskommission zum Schluss, dass der Professor «bei Publikationen systematisch plagiierte und dabei die Rechte der von ihm ausgebildeten Masteranden und Doktoranden verletzte». Die ETH entschied in der Folge, dem Professor aufgrund schwerwiegenden Fehlverhaltens, gewisse Rechte zu entziehen, seinen Job durfte er jedoch behalten. Der Professor soll sich nach Abschluss der Untersuchung einsichtig gezeigt haben, Betroffene kritisieren das Urteil der Hochschule allerdings als «zu milde».

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