Wer viel Fisch isst, riskiert hohe PFAS-Werte

Pascal Sigg, Infosperber, 19.04.2026

Das Berner Online-Magazin «Hauptstadt» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Unterlagen des Bundesamt für Gesundheit (BAG) einsehen, die vom Portal «Infosperber» erstmals publiziert wurden. Daraus wurde ersichtlich, dass das BAG Resultate einer Biomonitoring-Studie nicht vollständig öffentlich gemacht hat. Konkret zeigte sich intern, dass Probanden aus Lausanne deutlich höhere PFAS-Werte im Blut aufwiesen als jene aus Bern – ein Unterschied, den das BAG selbst als «sensibles Thema» einstufte, aber zunächst nicht kommunizierte. Die internen Dokumente deuten zudem auf eine mögliche Ursache hin: Es wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen hohen PFOS-Werten und regelmässigem Fischkonsum festgestellt, insbesondere bei Süsswasserfischen aus lokalen Gewässern. Das legt nahe, dass die Belastung regional unterschiedlich ist und stark mit Ernährungsgewohnheiten zusammenhängt. Die Veröffentlichung dieser Informationen schafft Druck auf das BAG, solche Ergebnisse künftig offener zu kommunizieren und die Ursachen der PFAS-Belastung genauer zu untersuchen.

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